Schülerfirmen Messe 2026

Das Fez. Es ist das größte gemeinnützige Kinder-und Familienzentrum Europas. Doch alle zwei Jahre bietet es eine Bühne für diverse SchülerInnenfirmen aus ganz Deutschland und Teilen aus Europa, die dort die einmalige Chance erhalten, sich auf einer solchen Bühne zu präsentieren. Und dieses Jahr fand die bislang größte Messe zum allerersten mal, auch mit Beteiligung aus Göttingen statt. Zwei Tage lang hatten wir die Gelegenheit, unsere SchülerInnengenossenschaft zu präsentieren und neue Denkansätze, Marketingstrategien und Ideen zu sammeln. Der Vorstand, der für diese Messe aus Göttingen gekommen war, konnte außerdem neue Verbindungen und Kontakte zu anderen Schülerfirmen knüpfen. Die Schülerfirmen kamen sowohl aus der Göttinger Umgebung als auch aus ganz Deutschland und sogar aus Luxemburg angereist. Neben diversen Workshops zu Themen wie Social Media und Marketing hatten wir außerdem die Möglichkeit uns mittels einem Stand zu präsentieren und unsere Produkte zu verkaufen. Die Bandbreite an Schülerfirmen, die neben uns diese Möglichkeit wahrnahmen war riesig. Sie erstreckte sich von kleinen, gerade einmal aus sechs Personen bestehenden, bis hin zu hochprofessionellen, agierenden Schülerfirmen. Auch unsere Genossenschafft zählte zahlmäßig zu den Größten der Veranstaltung, konnte jedoch trotzdem einiges von anderen TeilnehmerInnen lernen. Vorallem im Bereich Präsentation und Außenarbeit sahen wir was z.B mittels Firmenkarten, oder professionellen Aufstellern noch möglich ist. Die Bilanz am Ende des Tages waren mehrere besuchte Workshops. Viele neue Kontakte und verkaufte Produkte, die bei Besuchern der Messe hervorragend ankamen.

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08.05.2026

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Autor*in

Luis (SEK)

Es war einmal ... oder auch nicht?

„Es war einmal … oder auch nicht“ – ein eher untypisches Märchen der Gebrüder Grimm. Das Theaterstück der 9. Klasse ist lustig, mitreißend und hat eine wichtige Message. Die 9. Klasse hatte in den 2 Wochen, in denen die anderen Klassen sich in den Praktikas befanden, ein komplettes Theaterstück auf die Beine gestellt. Schluss mit dem typischen Märchen, Schluss mit dem Sexismus. Wir wollen Schneewittchen selbst interpretieren. Das war der Gedanke der Schüler:innen.“Es war so lustig“, berichtete der Schüler Theo nach dem Auftritt. Die Theaterpädagogin Lotte hatte ihnen geholfen, diese Idee umzusetzen: Schneewittchen möchte weder in den Wald gebracht, noch gerettet werden, die böse Königin ist im Beauty-Wahn und besucht mehrere looks maxxing Kurse. Zum Schluss heiraten der Prinz und der Jäger und nach einer Verbeugung hallt der Applaus im Werkraum. Der Werkraum im Westen Göttingens ist eine freie Theaterbühne, die den 9.-Klässler:innen der Montessori-Schule wie jedes Jahr zur Verfügung gestellt wurde. Die Zuschauer waren auch dieses Jahr wieder begeistert. Frau Büchner, eine der mitfahrenden Lehrkräfte, sagt nach der Vorstellung: „Ich hatte an manchen Stellen wirklich Gänsehaut!“ Am Ende war sich die 9. Klasse einig: Das Theaterprojekt ist definitiv etwas worauf man sich freuen sollte.

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25.09.2026

Autor*innen

Ronja, 9. Klasse

Annika, 9. Klasse

Interview mit Frau Mudanya

Die neue Lehrerin in der Weide wurde von einigen SchülerInnen interviewt:

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Das ist schwierig und es kommt immer auf den Kontext an. Aber ich mag braun ganz gerne.

Was ist dein Lieblingsessen?

Ich esse gern Pasta aller Art!

Woher kommst du und wie lange bist du schon in Deutschland?

Ich liebe diese Frage und könnte stundenlang über meine Heimat reden. Vor genau drei Jahren  bin ich mit zwei sehr vollen Koffern am Frankfurter Flughafen angekommen, seitdem wohne ich in Göttingen und fühle mich sehr wohl hier.

Witzfrage: Würdest du eine Nacktschnecke essen, um ein Jahr in deine Heimat zurückzukehren?

Witzig. Und irgendwie auch philosophisch. Also zurückzukehren wäre schon schön, aber ich bin gerade dabei, mir ein neues Leben hier aufzubauen. Ich bin total gerne in Kenia und vielleicht führt mich die Reise irgendwann wieder dorthin. Aber erstmal bin ich ganz happy hier. Also eher nein, auf meinem Teller landet leider erstmal keine Nacktschnecke.

Hast du ein Haustier?

Nein, leider nicht. Ich liebe Haustiere aber sehr und irgendwann gehört bestimmt ein kleines Hündchen zu meiner Familie.

Wie alt bist du?

Ich bin letztes Jahr im Oktober 30 geworden.

Was war dein Kindheitstraum?

Ich mag diese Frage. Als Kind wollte ich Journalistin werden und bis in die Teenager-Jahren habe ich fest geglaubt, dass es mein Weg wäre.

Hast du Kinder?

Ja! Ich hab ein süßes kleines Mädchen. Sie heißt Mia und ist neun Jahre alt. Ich wohne mit ihr in unserer kleinen schönen Wohnung in Weende und sie geht in der Nähe zur Schule.

Hast du eine Partnerperson?

Nein, ich bin seit einer Weile single. (Von den Kindern aus meiner Klasse höre ich oft, dass dieses Single-Sein irgendwie nicht zu mir passt, es wird also Zeit).

Welche Sprachen kannst du?

Ich spreche fünf Sprachen: Deutsch, Englisch, Kiswahili (die offizielle Sprache in Kenia), Kalenjin (die Sprache meiner Mutter) und Luhya (die Sprache meines Vaters).

Was ist dein Lieblingstier?

Ich liebe Giraffen! Ich finde die toll – die Augenwimpern: Übertrieben schön.

Was ist deine Lieblingsklamottenmarke?

Ich kaufe total gerne Second Hand. Deswegen bin ich viel auf Flohmärkten unterwegs. Mir ist die Marke ziemlich egal, Hauptsache gutes und langlebiges Material. Momentan mag ich aber Massimo Dutti und Vivi Mari ganz gerne.

Hast du ein Auto?

Nein, ich bin oft mit meinem geliebtem Fahrrad unterwegs. Es ist gelb und ich nenne es Herki. Und ich fahre auch oft mit dem Bus.

In welchem Stadtteil in Göttingen wohnst du?

Mia und ich wohnen in Weende, in der Nähe vom Tegut. Dort fühlen wir uns noch sehr wohl, aber es ist ein weiter Weg zur Schule.

Hast du Geschwister. Wenn ja, wo sind sie?

Ich habe vier Geschwister. Ich bin die jüngste. Alle meine Geschwister sind in Kenia. Meine Eltern auch. Wir vermissen sie sehr und planen oft, sie zu besuchen.

Das war schon die letzte Frage. Danke für deine Zeit.

Ich danke auch und ich freue mich riesig, dass ich Teil der Monte-Gemeinschaft sein darf. Asante und Kwaheri!

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17.09.2026

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Autor*innen

Nepomuk (3. Klasse)

Gustav (2. Klasse)

Interview mit Frau Winzek

Wo sind Sie aufgewachsen?

Ich bin in Ostfriesland in einem kleinen Ort namens Rhauderfehn, mit einer älteren und einer jüngeren Schwester aufgewachsen.

 Was waren Ihre drei Lieblingsfächer in der Schulzeit?

 Ich mochte immer sehr gerne Sprachen also Deutsch, Englisch und Französisch, in Mathe war ich nicht so gut.

 Wissen Sie noch, was Sie früher mal werden wollten?

 Mit 10 Jahren wollte ich Polizistin werden, da ich auch gerne Krimis gelesen habe. Dann Tierärztin und erst später habe ich mich für Lehrerin entschieden.

 Was haben Sie studiert?

 Ich habe zuerst Deutsch und Französisch studiert, das Französisch-Studium dann aber abgebrochen und stattdessen Religion in Münster studiert. Anschließend habe ich ein zweijähriges Referendariat in Paderborn gemacht. In Religion hatte ich auch damals in der Schule meine mündliche Prüfung.

 Auf welchen Schulen waren Sie bisher?

 Ganz zu Anfang war ich an einer Haupt-und Realschule in der Nähe meines Heimatortes tätig. Später auch mal kurze Zeit in Northeim, das heißt, ich hab früher schon mal ein paar Jahre in Göttingen gelebt. Bevor ich wieder hierher gekommen bin, als ich noch in Bremen gewohnt habe, war ich 11 Jahre Lehrerin an einer IGS. Danach habe ich noch fast drei Jahre lang in einer Einrichtung für trauernde Kinder und Jugendliche als Pädagogin mitgearbeitet.

Wie sind Sie auf die Montessori-Schule Göttingen gestoßen?

 Eine Bekannte von mir hatte Ihr Kind an der Montessori-Schule und war sehr begeistert. Außerdem wollten mein Mann und ich gerne nach Göttingen zurückziehen. Im Frühjahr 2025 habe ich bereits hospitiert und ich war auch sofort sehr angetan, alle gehen freundlich miteinander um, alle kennen sich gut,  jeder wird gesehen mit unterschiedlichen Stärken. Es gibt auch gute Unterstützungsmöglichkeiten,  jede darf so sein wie man ist bzw. sein will. Frau Beßler hat mir dann vorgeschlagen, dass ich eine Weiterbildung zur Sonderpädagogin für die Montessori-Schule machen kann. Das sah ich als gute Idee und nun bin ich hier und mag es total gerne.

Ja, das finde ich auch! Dass es hier eine besondere Gemeinschaft gibt, wo jede Person gesehen wird.

Wo und wie leben Sie?

Ich lebe mit meinem Mann und meinem Hund Kasi in Göttingen. Ungefähr 2 km von der Schule weg, fahre daher auch gerne und oft mit dem Fahrrad zur Schule.

Was unterrichten Sie hier eigentlich alles?

Ich unterstütze in Englisch und Deutsch die Kinder/Jugendlichen mit Förderbedarf und unterrichte noch WN (Werte und Normen) für alle in den Key-Lessons. Nebenbei mache ich meine Weiterbildung.

Dann noch zwei Abschlussfragen. Erstens haben Sie eine bestimmte Ernährung?

Ja, tatsächlich schon, ich bin seit 5 Jahren Vegetarierin.

 Und was ist Ihr Lieblingsreiseziel?

 Mein Lieblingsreiseziel ist Frankreich, auch gut, um mein Französisch immer mal wieder aufzufrischen.

Danke, dass Sie sich die Zeit für mich genommen haben und ich jetzt so viel über Ihr tolles Leben weiß.

 Sehr gerne!

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17.09.2026

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Louise (8.Klasse)

Beeautiful auf der IdeenExpo 26

Vom 19. bis 23. Juni sind wir bei der Ideenexpo gewesen. Wir durften als eine von nur 25 Schüler* innengenossenschaften aus Deutschland bei der Niedersachsen-Next Start-up einen Stand haben. An diesem Stand haben wir vor allem unsere Schülergenossenschaft Beeautiful, aber auch unsere Schule präsentiert.

Die IdeenExpo ist eine der größten Messen für die MINT Fächer in Deutschland. Dieses Jahr war es die größte IdeenExpo jemals. Viele große Unternehmen bieten zahlreiche Mitmachaktionen an, vor allem aus Niedersachsen kommen viele Unternehmen. Dieses Jahr haben wir uns als Schülergenossenschaft beworben und hatten einen Stand in Halle 8, der Halle für Nachhaltigkeit. Kurz nachdem feststand, dass wir auf die IdeenExpo fahren, haben wir mit der Vorbereitung begonnen. Wir haben unter anderem ein neues Banner für die Schülergenossenschaft entworfen, welches vor dem Stand hing. Mit unterschiedlichen Mitmachaktionen und unseren Produkten konnten wir Besucher der Ideenexpo begeistern. Zu unseren Mitmachaktionen gehörten ein selbstentwickeltes Computerspiel, in welches vorher viel Zeit investiert wurde. Eine Bienenbastelaktion wurde ebenfalls vorbereitet und es gab ein Becherwerfen, bei dem man Filzbienen in zwei Becher werfen musste, um Apfelsaft zu gewinnen. Außerdem wurden neue Plakate designed. Wir haben andere Schüler*innengenossenschaften kennengelernt, mit denen wir uns auch ausgetauscht haben. Eine von ihnen hatte auch eine Imkerei und eine andere hat auch wie wir Schul-T-Shirts selber produziert.
>Besonders war, dass wir die Bronze Nachhaltigkeitsauszeichnung für unsere Genossenschaft von der Kultusministerin Frau Hamburg persönlich erhalten haben, worauf wir sehr stolz sind. Diese Abzeichnung beweist, dass wir in sozialen, ökonomischen und ökologischen Bereichen nachhaltig wirtschaften. In den Wochen davor waren wir sehr damit beschäftigt Dokumente und Anderes zusammenzusuchen. Es hat uns sehr gefreut, dass sich die Kultusministerin die Zeit genommen hat, um die IdeenExpo zu besuchen.
>Wir waren allerdings auch etwas beunruhigt, dass die Bundeswehr ihren Austellungsbereich dieses Jahr verdoppelt hat. Es ist außerdem fragwürdig, dass die Bundeswehr bei solchen Bildungsmessen so präsent ist und in mehreren Bundeländer auch in das Bildungssystem integriert ist.
>Wir freuen uns darauf, in Zukunft an weiteren Messen und Veranstaltungen wie dieser teilnehmen zu können, denn es ist immer wieder eine tolle Erfahrung. Eins unserer persönlichen Highlights war am Abend des zweiten Tages. Dort war die erste Austellergruppe bei einem SDP Konzert und es hat ihnen hat großen Spaß gemacht.

Am Ende waren wir alle HAPPY.

Veröffentlicht

26.06.2026

Autor*innen

Lior (Sek)

Luis (Sek)